Die Yngling

Seit 1967 verbreitet sich die Yngling kontinuierlich auf dem Erdball und findet immer mehr begeisterte Segler, die die hervorragenden Segeleigenschaften dieses One-Design Kielbootes nutzen wollen. Dabei ist die Yngling kein reines Regattaboot, sondern auch aufgrund ihrer gefälligen Handhabbarkeit für alle diejenigen interessant, die einfach „nur“ ein wenig über den See schippern wollen.

Konstruiert wurde die Yngling von Jan Hermann Linge (Norwegen), der 1971 dafür mit dem norwegischen Designerpreis ausgezeichnet wurde.

Schnell wurden die ersten nationalen Klassenvereinigungen gegründet und 1971 entstand die International Yngling Association (IYA).

Doch was ist eigentlich die Yngling für ein Boot?
Es ist ein anspruchsvolles, schnittiges, sportliches und gleichzeitig sicheres offenes Kielboot mit einer L.ü.a. von 6,35 m (davon 4,70 m Wasserlinie), Breite von 1,73 m und einem Tiefgang von 1,05 m, Segelfläche beträgt 14 m² zzgl. 21 m² Spinnaker.

Das Boot gibt es in zwei Ausführungen. Zum einen mit dem ursprünglichen tiefen Boden und zum anderen der Typ mit dem sogenannten Doppelboden.

Die Yngling muß 645 kg auf die Waage bringen. Dabei haben beide Ausführungsvarianten alleine 310 kg Ballast, der die Yngling sehr Kentersicher macht. Der Doppelboden ist eindeutig auf Küstengewässern von Vorteil, da dieser Typ mit entsprechenden, an der effektivsten Stelle befindlichen, Selbstlenzern ausgerüstet ist.

In einer Wettfahrtserie dürfen insgesamt zwei Fock, ein Großsegel und ein Spinnaker gefahren werden. Und es ist im Allgemeinen üblich, je nach Windstärke das Vorsegel während des Vormwindkurses von der Allround zur Leichtwindfock zu wechseln.

Die Vermessungsvorschriften sind in den wesentlichen Elementen streng gehalten. Allerdings heißt das nicht, dass der Segler keine neuen Ideen einbringen kann. Bis auf einige Ausnahmen, wie z.B. Sicherheitsausrüstung und Groß- und Fockfallführung, sind dem individuellen Ausbau innerhalb der Vorschriften kaum Grenzen gesetzt.

Hat der Segler einen guten Mast, neue Segel, ein ordentliches Unterwasserschiff und einen funktionalen Ausbau, so ist er auch mit einem 20-jahre alten Schiff konkurrenzfähig und kann selbst bei großen Meisterschaften vordere Plätze ersegeln. Die Yngling muss auf Welt- und Europameisterschaften zu dritt gesegelt werden. National ist es in Österreich, der Schweiz, Deutschland und zum Teil in den Niederlanden allerdings üblich, dass häufig nur zu zweit gesegelt wird. Da wir hier überwiegend auf Binnengewässern segeln, ist dies leicht nachzuvollziehen. Sobald jedoch der Wind auffrischt und sich auf größeren Gewässern eine entsprechende Welle aufbaut, sind die Drei-Mann-Crews klar im Vorteil.

Trotz ihres Alters ist die Yngling ein modernes und attraktives Segelboot mit dem man, ob als Regatta- oder „Freizeitsegler“, schöne Stunden auf dem Wasser verbringen kann.

Bei Fragen zur Yngling hilft gerne unser Klassenvermesser Christian Dylla weiter.

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